Miami

Miami Beach

Im Rahmen unserer Rundreise durch Florida stand natürlich auch Miami auf dem Plan. Zu Beginn der Reise landeten wir in Miami und nahmen dort auch den bei Sixt reservierten Mietwagen im Empfang. Ich empfehle bei Mietwagenreservierungen in den USA wenn man zu zweit reist, immer eine Kompaktklasse. Meistens bekommt man vor Ort noch einmal ein Upgrade auf die nächst bessere Klasse und das völlig kostenfrei. Wir haben einen Ford Focus oder ein ähnliches Modell dieser Klasse gebucht und haben das Flughafengelände mit einem 328i BMW mit x-Drive verlassen. Sehr schönes Auto für Florida! Es empfiehlt sich außerdem den Sun Pass für die Mautstraßen in Florida mit zu buchen, dies ermöglicht ein viel einfacheres passieren über die zahlreichen Brücken und Maut-Highways und ist viel besser, als dort jedes Mal aufs Neue zu bezahlen. Wer nicht gern Karten ließt, sollte auch unbedingt ein Navigationssystem dazu buchen, da wir eins in unserem Ferienhaus hatten, haben wir in Miami darauf verzichtet und haben uns natürlich schön verfahren bis wir dann endlich in Cape Coral angekommen waren. Aber so haben wir wenigstens einmal ganz Miami gesehen…

Auto

 Miami – du bist nicht so „hot“ wie erwartet

An Miami hatten wir aufgrund der vielen Empfehlungen und der spannenden Reiseberichte- und blogs große Erwartungen, vielleicht zu große. Auf jeden Fall wurden diese nicht ganz erfüllt. Die Stadt in Südflorida hat uns schon gefallen, aber wir würden eben nicht noch ein zweites Mal nach Miami reisen. Wenn man jedoch auf der Durchreise ist oder in Miami landet, dann kann man schon ein bis zwei Nächte hier verweilen und sich einmal genauer umsehen. Wir haben zwei Nächte im Miami Intercontinental in Downtown genächtigt. Das Hotel war außerordentlich schön und der Blick aus unserem Bett auf Miamis Skyline war atemberaubend. Sehr eindrucksvoll war vor allem eines der zahlreichen Gewitter von unserem großen Fenster aus zu beobachten, die Blitze zuckten unaufhörlich über Miamis Nachthimmel und sorgten bei mir für Gänsehaut.

Zu wenig Kult-Feeling

Dennoch hatten wir uns von der so positiv angepriesenen Stadt Miami noch wesentlich mehr Kult Feeling erhofft. Viele finden Miami und Miami Beach einfach sensationell und es erfüllt in ihren Augen alle Klischees. Jedoch habe ich auch schon von einigen Besuchern gehört, dass sie Miami auch weniger spannend fanden und auch der Meinung sind, dass Florida noch wesentlich mehr zu bieten hat. Ich glaube es ist einfach die Tatsache, dass ich in meinen Träumen ein ganz anderes, verrückteres Miami erwartet hatte. Trainierende Amerikaner am Beach, außergewöhnliche Persönlichkeiten, coole Geschäfte mit besonderer Mode, typische Muscle Cars in denen lauter Gangster-Rap läuft – ja so ungefähr hatte ich es mir vorgestellt. Davon sahen während unseres Aufenthaltes jedoch leider nichts. An der ein oder anderen Ecke des Ocean Drives oder der Collins Avenue stehen die typischen Muscle Cars wie zum Beispiel der rosafarbene Cadillac oder ein alter Ford. Man kann sie an 365 Tagen im Jahr fotografieren , denn sie stehen immer an der gleichen Stelle um noch ein wenig den Charme der 20er Jahre zu versprühen.

Miami

 Art Deco – das ist Kunst!

Da wir nur zwei Tage für Miami vor dem Rückflug eingeplant hatten, haben wir uns für eine Sightseeing Tour mit einem der roten Stadtbusse entschieden und sind immer dort ausgestiegen, wo es uns gerade gut gefallen hat. Coral Gables mit dem Venetian Nature Pool und den vielen schönen Villen waren in der Tat sehr beeindruckend. Das Art Deco Viertel in Miami Beach und der Ocean Drive haben uns sehr gut gefallen. Unzählige Gebäude aus den 20er und 30er Jahren sind sehr toll anzusehen. Das Art Deco Viertel in South Beach ist eines der besterhaltenen Flächendenkmäler der USA und sieht vor allem am Abend in den richtigen Lichtakzenten sehr cool aus.

Miami Beach Miami Beach

Ruhiges Pflaster

Der Ocean Drive ist tagsüber ziemlich ruhig und es liegt ein teures Restaurant neben dem Anderen. Wählen kann man zwischen mehreren Italienischen Ristorantes und natürlich amerikanischem Fast Food oder Steaks. Als Frau hatte ich mich natürlich auf außergewöhnliche Klamotten und Schuhe mit viel Bling Bling gefreut- leider Fehlanzeige. Am Ocean Drive haben wir genau ein cooles Geschäft mit dem typischen Miami Glitter gefunden, das war es dann aber auch. Dort haben wir uns allerdings dann gut eingedeckt. Nach guten zwei Stunden, die wir am Ocean Drive und am Beach verbracht haben, sind wir noch einmal zum Hotel gefahren und wollten später noch einmal an den Beach fahren um alles bei Nacht sehen zu können. Aber auch am Abend verbesserte sich mein Miami Eindruck nicht erheblich. Die Restaurants werben sehr offensiv um Gäste. Überall wird man angesprochen, jedes Restaurant hat die besten und größten Cocktails mit dem meisten Angebot und die lauteste Musik. Ein einziges Wetteifern um die zahlenden Touristen. Der Funke zwischen Miami Beach und mir ist einfach nicht so richtig übergesprungen. Vielleicht lag es auch daran, dass wir an einem Tag in der Woche dort waren- aber ich dachte eine Stadt wie Miami schläft nie so richtig?

Miami Beach

Mehr Lifestyle in Downtown Miami

Downtown Miami mit dem Hard Rock Café und den Einkaufsgalerien und dem fantastischen Blick auf die riesen Kreuzfahrtschiffe und Yachten im Hafen sind wirklich cool und sehr zu empfehlen. Das Hard Rock Café ist nicht nur wegen der Rippchen ein Besuch wert. Ich habe noch nie so viele ausgestellte Musikinstrumente und Klamotten der Stars gesehen wie dort – wir waren begeistert. Bei unserem nächtlichen Abstecher zu Hooters fühlte ich mich von dem Blick auf die Skyline Miamis total geflashed und so ließen wir den Abend mit den knapp bekleideten Mädels dort ausklingen.

Miami Airport

Da mein Shoppingerlebnis in Miami nicht all zu großartig ausfiel, hatte ich all meine Hoffnungen in den Flughafen gelegt. Aber was war das? Nicht einmal einen richtigen Duty Free Shop gab es. Leider konnte ich also auch hier kein tolles Shoppingerlebnis verzeichnen und das obwohl die Werbung des Flughafen versprach: „It’s not just an Airport- It’s a Mall!“ Mit dem Rückgabe des Mietwagens hat alles prima geklappt nur leider hatte unser Flieger aufgrund des täglichen starken Gewitters zwei Stunden Verspätung und so haben wir uns die Zeit mit einem Corona Margarita verkürzt und nahmen langsam aber sicher Abschied von dieser Stadt und dem schönen Bundesstaat Florida.

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