Key West

Key West

Als Kind war ich schon einmal in der kleinen aber berühmten Stadt Key West! Ich habe von damals ausschließlich tolle und außergewöhnliche Erinnerungen daran, so dass ich unbedingt noch ein zweites Mal dort hin wollte. Die Route nach Key West, die unter anderem über die Seven Miles Bridge führt, ist bereits sensationell. Der Weg ist schlichtweg schon das Ziel! Eine nicht enden mögende Straße die von Mangroven und türkis blauem Wasser gesäumt ist, läd zum staunen und entspannen ein. Seit einigen Jahren kann man in der Nähe der Mangroven zahlreiche mehr als einen Meter große Leguane beobachten. Aber auch kleine Rentiere konnten wir mit ein wenig Geduld auf einer kleinen Insel namens „No Name Key“ bestaunen. Beide Arten wurden sozusagen „aus Versehen“ auf die Florida Keys gebracht.

No Name Key

Das bunte Leben in Key West

Wenn ich an die letzte und einzigartige Insel Südfloridas denke, fallen mir sofort wieder der bunte Mallory Square mit seinen Gauklern sowie jede Menge verrückter und unbeschwerter Amerikaner ein, die dort einfach ein völlig anderes Leben als sonst überall in der USA leben. Hier gibt es unzählige verkrachte Existenzen, einen großen Anteil an Schwulen und Lesben, viele exzentrische aber unbeschwerte Leute, Pinke Polizeiwagen und überall freilaufende Hühner! Hier stehen hunderte von Touristen an einer roten überdimensionalen Boje an, um sich neben ihr fotografieren zu lassen. Hier in Key West bewundert man 48 Katzen, die alle zusammen in einem Haus leben und sechs Zehen haben, denn hier ist einfach nichts so wie man es kennt oder erwartet! Aber es ist einfach genial anders und „very special“! Selten bin ich den ganzen Tag mit einem Lächeln durch eine Stadt gelaufen, aber Key West hat genau das mit mir gemacht! Die Menschen in Key West leben getreu dem Motto „One Human Family – Eine einzige Familie“ denn das ist man, wenn man auf Key West lebt.

Hemingway House

Die Geschichte von Key West

Im April 1982 erklärten die Florida Keys aufgrund von verstärkten Straßenverkehrskontrollen durch die US-Behörden für kurze Zeit symbolisch ihre Unabhängigkeit von den USA und es kam zur Ausrufung der Conch Republic- einer so genannten Mikronation. Den Namen „Conch Republic“ verdankt sie der Fechterschnecke, die auf der Flagge der Conch Republic zu sehen ist. Die Inselbewohner von Key West haben der USA  bewaffnet mit trockenen und harten Baguettstangen den Krieg erklärt, aber sie haben bereits innerhalb von 60 Sekunden wieder kapituliert. Damit war die offizielle Abspaltung vom Rest der USA zwar gescheitert, aber sie hatten ihr ZIel erreicht, denn die Kontrollstellen verschwanden wieder. Schon an der Geschichte von Key West lässt sich erahnen, was einen bei einem Besuch erwarten könnte – jede Menge abgefahrene Menschen! Was mich wirklich erstaunte, war die Tatsache dass sich in den letzten 17 Jahren, bis auf den neuen Anstrich der Boje vom Southernmost Point, scheinbar nichts in Key West verändert hatte. Die Zeit scheint dort in der bunten Idylle einfach stillzustehen.

Key West

Key West

Die mysteriöse Riesenboje

Was hat es eigentlich mit der roten Riesenboje, dem „Southernmost Point“ auf sich und warum stehen so viele Menschen davor an? Dieser Punkt an der Ecke der Whitehead Street gilt als der südlichste Punkt der kontinentalen USA. Von hier aus sind es nur noch 90 Miles – also 145 km bis nach Kuba und es gilt als das inoffizielle Wahrzeichen von Key West, denn es bedeutet, dass man nicht südlicher sein kann und sich direkt am Beginn des Highway Number 1 – der Mile 0 befindet und auch diese Tatsache setzen die Conchs Marketingseitig perfekt um.

Southernmost Point Southernmost House

Bed ´n´ Breakfast im Truman

Wir haben auf unserer kleinen Florida Rundreise zwei Nächte im Truman Hotel direkt in Key West verbracht. Das Hotel war einfach super und hat alle unsere Erwartungen erfüllt! Sehr zentral und in der Nähe der berühmt berüchtigten Duval Street gelegen, ist es ein kleiner und nicht allzu teurer Geheimtipp. Das Truman Hotel verfügt über einen wunderschönen Pool, eingebettet in zahlreiche Palmen und die Zimmerausstattung ist einfach grandios. Einzig das Frühstück ist sehr spartanisch (Croissants, Bagels und Marmelade) und wird am Pool, also mitunter auch im Stehen verspeist. Das tut dem Ganzen aber absolut keinen Abbruch. Key West ist bei Weitem kein günstiger Ort, aber angesichts der vielen skurrilen Begegnungen und der kubanischen Luft, zahlt man den kleinen Aufpreis doch irgendwie gern!

Key West

Key West

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