Neuigkeiten aus dem Paradies

Den letzten Tag auf der Insel La Digue verbrachten wir größtenteils auf unseren Fahrrädern und an einem weiteren tollen Strand, an dem wir auch schnorcheln waren. Aufgrund der Erfahrungen die wir aus anderen Urlaubsländern haben, ist es für uns nicht vorstellbar gewesen, dass wir nahezu an jedem Strand weit und breit die einzigen Besucher sind. Ich persönlich liebe die Einsamkeit, wenngleich ich mich natürlich auch gern mal mit anderen Reisenden austausche. Eine riesengroßen Bucht für sich ganz allein zu haben und dort die grenzenlose Stille zu genießen, hat aber schon einen großen Reiz.

Chez Jules La Digue

Von Bananen, Ameisen und Süßkartoffeln

Wir fuhren also mit unseren Rädern die südwestliche Küste von La Digue entlang und passierten dabei Buchten namens Anse Patate (Süßkartoffel Bucht), Anse Banana (Bananen Bucht) und die Anse Grosse Roches (Großer Felsen). Bei der Fahrt in dieses unbekannte Terrain begegnet einem absolut niemand. Ab und an sieht man ein paar Digueose (Einwohner der Insel La Digue) auf ihrer Veranda sitzen oder irgendeine Arbeit verrichten. So wie zum Beispiel an der wunderbaren Anse Banane, in deren Bucht das kleine Restaurant Chez Jules liegt.

Anse Banane

Es steht eigentlich in jedem guten Reiseführer und deshalb haben wir es auch aufgesucht. Selbst wenn es dort aber keine Erwähnung gefunden hätte, wären wir nicht daran vorbei gefahren ohne es zu inspizieren. Das Chez Jules liegt an einem schneeweißen Strand, gesäumt von hohen Granitfelsen, hier ist das Meer an diesem Tag ein wenig bewegter als sonst. Das kleine Lokal erinnert an eine Beach Cabana. Als wir näher kommen, strahlen uns poliertes Mahagoni Holz, große Muscheln und Anglernetze entgegen. Es wirkt so urig und exotisch zugleich. Sofort fühlen wir uns eingeladen, auf den Hockern der Bar mit Blick auf das Meer Platz zu nehmen. Mit einem breiten Lächeln werden wir von den Damen des Hauses begrüßt. Wenige Sekunden später wird uns das gesamte Reportoire des Frucht Cocktail Angebotes aufgesagt. Wir entscheiden uns für einen Passionfruitjuice und einen Papayajuice. Dazu werden stets frisch aufgeschnittene Kokos Stückchen serviert. Wir fühlen uns wie im Himmel. Da es bei Chez Jules auch frischen Octopus Salat gibt, muss der frische Octopus ja irgendwo hierher kommen, fragen wir uns. Und ehe wir uns versehen, taucht wie aus dem Nichts, ein junger Mann aus den Wellen auf.  Er trägt einen Neoprenanzug und schleppt einen riesengroßen Octopus aus den Fluten! Wirklich sehr spannend diesen grandiosen Fang zu sehen! Stolz präsentiert er ihn uns und ich darf ein Foto davon machen. Da ich Fisch und Meeresfrüchten nicht sehr zugetan bin, habe ich keinen Octopus Salat gegessen, aber wer auch immer einmal hier her kommt, kann sich sicher sein, dass alles was hier serviert wird, absolut frisch ist!

Chez Jules

Perfektes Palmenglück

Wir fahren noch ein paar Meter weiter, bis die Straße plötzlich endet- vor einem großen Granitfelsen.  Durch das Wasser weiter zu gehen wäre auch keine gute Idee- es ist gerade Flut und die Wellen peitschen meterhoch gegen die Felsen. Also kehren wir um und finden nur wenige Minuten später in der Anse Fourmis (Ameisen Bucht) eine wunderschöne, perfekt gebogene Palme, an die irgendjemand einmal eine Schaukel befestigt hat. Ja, hier sieht es aus wie auf einer Fototapete- ich bin mir sicher, dass die Aufnahmen hier gemacht werden. Was für ein schöner Anblick! Sofort verspüre ich den Wunsch auch einmal zu schaukeln, mich vom Wind hin und her wiegen zu lassen und mich glücklich zu schätzen, dass ich das hier alles erleben darf.

Seychellen

Neue Insel – neues Glück

Heute geht es auf die Insel Praslin, die nächsten sechs Tage verbringen wir auf der Palmen Insel. Der Himmel ist wolkig und ein feiner Nieselregen bedeckt die satt grüne Landschaft. Wir setzen mit der Cat Rose auf die zweitgrößte Insel der Seychellen über und sind binnen 20 Minuten am Ziel. Unser Hotel das Le Duc de Praslin lässt keine Wünsche offen. Ein liebevoll angelegter Garten mit hängenden Orchideen, einem Koi-Teich und einer kleinen Anlage mit Riesenschildkröten. Darin eingebettet ein wunderbarer Pool. Wir sind begeistert. Auch unser Zimmer, ein sehr großer Bungalow im afrikanischen Stil gefällt uns sehr gut und wir kommen aus dem Staunen über unsere neue Bleibe für die nächsten Tage nicht mehr raus. Dieser erste Tag auf Praslin bleibt verregnet und der strömende Regen macht einen Aufenthalt im Freien leider unmöglich. Also trinken wir eine Tasse frisch geernteten Citronella Tee- eine Art Zitronengras, dass sehr viele Vitamine enthält und so ziemlich gegen jede Krankheit eines Seychelloise eingesetzt wird. Uns hilft es heute über die Enttäuschung des strömenden Regens hinweg.

Hier ein Video aus unserem Hotel Le Duc de Praslin:

Go Gecko, Go!

Wusstet ihr, dass Geckos sich lautstark unterhalten während sie obendrein regungslos an der Decke hängen? Ich auch noch nicht. Aber wie ich hier diesen Artikel schreibe, sitzen zwei der kleinen grünen und braunen Exemplare über mir an der Decke und schnattern mit einander. Es klingt ein wenig wie die Geräusche, die ein Delphin von sich gibt. Natürlich etwas leiser aber dennoch unüberhörbar. Um große Distanzen zu überwinden, lassen sich Geckos manchmal auch von der Zimmerdecke auf den Fußboden fallen – auch ein witziges Geräusch. Ich freue mich immer über Geckos in Hotelzimmern, denn sie haben einen guten Zweck- sie fressen die Moskitos! Abgesehen von den kleinen ungefährlichen Moskitos gibt es auf den Seychellen keine giftigen Tiere oder Mücken, die das Dengue Fieber übertragen. Alles was wir bisher in freier Wildbahn gesehen haben, waren Krebse und Krabben und heimatlose Hunde, die aber auch ganz lieb sind und uns bei so manchem Strandspaziergang begleitet haben. Die einzige Gefahr die auf den Seychellen lauert, sind herabfallende Kokosnüsse. Um das Risiko zu minimieren, trinken wir einfach täglich welche.

Cote d´Or

 

Comments (2)

  • Reply

    Genießt jede Minute , hier ist es Herbst geworden und erleben einen Sonntag an dem man nicht gern das Haus verlässt !! Grüße !!

    • Oh das machen wir, Hagen! Wir genießen jede Minute!Wir drücken euch die Daumen, dass ihr noch einmal einen schönen Spätsommer bekommt…

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